ARBEITSSCHUTZ

Betriebsanweisung erstellen rechtliche Vorgaben sicher umsetzen

Betriebsanweisungen sind ein zentrales Instrument des Arbeitsschutzes. Sie übersetzen die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung sowie die daraus abgeleiteten Sicherheitsvorkehrungen in klare, anwendungsorientierte Regeln für den Arbeitsalltag. Wollen Sie eine Betriebsanweisung erstellen, müssen Sie abstrakte gesetzliche Vorgaben in eine verständliche, praxisnahe Struktur überführen. Alliance Security steht Ihnen als kompetenter Partner zur Seite und hilft bei der rechtssicheren Erstellung einer Betriebsanweisung.

Was ist eine Betriebsanweisung und welche Rolle spielt sie im Arbeitsschutz?

Betriebsanweisungen sind verbindliche schriftliche Dokumente, die Beschäftigte über Gefahren am Arbeitsplatz informieren und klare Regeln für sicheres Verhalten und erforderliche Schutzmaßnahmen vorgeben. Ihre Aufgabe besteht darin, den Mitarbeitern unmissverständliche Handlungsanweisungen zu geben, um Unfall- und Gesundheitsrisiken zu minimieren und die Arbeitssicherheit in Hannover zu gewährleisten. Unternehmen sind immer dann zum Erstellen von Betriebsanweisungen verpflichtet, wenn Arbeitskräfte Risiken ausgesetzt sind. Zu den wichtigsten Arten zählen:
  • Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe
  • Betriebsanweisungen für Arbeitsverfahren, Arbeitsmittel, Maschinen und Anlagen
  • Betriebsanweisung für biologische Arbeitsstoffe
Beim Betriebsanweisung erstellen dient das sogenannte STOP-Prinzip als Leitlinie. Die Abkürzung steht für:
  • S = Substitution: Diese Maßnahme besteht darin, gefährliche Stoffe, Verfahren oder Maschinen durch risikoärmere Alternativen zu ersetzen.
  • T = technische Maßnahmen: Ist eine Substitution nicht möglich, müssen technische Schutzvorrichtungen installiert werden, die den Kontakt der Beschäftigten mit der Gefahrenquelle verhindern.
  • O = organisatorische Maßnahmen: Reichen technische Maßnahmen nicht aus, kommen beim Betriebsanweisung erstellen Vorgaben wie das Einhalten von Vorschriften, Unterweisungen oder die Begrenzung von Arbeitszeiten zum Tragen.
  • P = persönliche Schutzmaßnahmen: Als letzte Option wird persönliche Schutzausrüstung (PSA) eingesetzt.
Reicht eine einzelne Maßnahme nicht aus, ist es sinnvoll, mehrere Schutzvorkehrungen zu kombinieren.

Betriebsanweisung erstellen: Zentrale Bestandteile im Überblick

Am Anfang der Erstellung einer Betriebsanweisung steht das klare Benennen der Tätigkeit, Maschine, Anlage oder des Gefahrstoffs. Nur wenn Sie alle wesentlichen Elemente vollständig und nachvollziehbar aufführen, kann das Dokument seinen Zweck als verbindliche Handlungsgrundlage erfüllen und den gewünschten Beitrag zum Arbeitsschutz leisten. Unverzichtbar ist die präzise Definition des Geltungsbereichs.
Ebenso wichtig beim Betriebsanweisung erstellen ist die sachgerechte Benennung und Bewertung möglicher Risiken wie Verletzungen, Vergiftungen, Umwelt- oder Brandschäden. Durch die transparente Darstellung der Gefahren verdeutlichen Sie, weshalb bestimmte Regeln einzuhalten sind und welche Konsequenzen ein Fehlverhalten haben kann. Diese Vorgehensweise erhöht die Akzeptanz der Vorschriften. Darauf aufbauend gilt es beim Betriebsanweisung erstellen, die erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie die verbindlichen Verhaltensregeln ausführlich zu beschreiben.
Je nach Risikoart gehören Vorgaben für Brandfälle und Explosionen, den Umgang mit freigesetzten Gefahrstoffen oder das Prozedere bei technischen Defekten in das Dokument. Außerdem müssen Sie beim Betriebsanweisung erstellen Notrufnummern und innerbetriebliche Alarmnummern angeben. Sofern vorhanden, sollten Sie zusätzlich Kontakte für betriebsinterne Ansprechpartner wie Sicherheitsfachkräfte oder Ersthelfer aufführen.
Diese Elemente zusammen bilden den Kern der Betriebsanweisung und sollten beim Erstellen berücksichtigt werden, um Vollständigkeit, Rechtskonformität und Praxisnähe sicherzustellen. Aspekte wie Entsorgung, Wartung und Instandhaltung sind hingegen beim Betriebsanweisung erstellen nur dann relevant, wenn sie in Ihrem Unternehmen tatsächlich eine Rolle spielen.

Wer ist für das Betriebsanweisung erstellen verantwortlich und welche formalen Anforderungen sind einzuhalten?

Für das Erstellen von Betriebsanweisungen ist grundsätzlich der Arbeitgeber oder Unternehmer zuständig. Er kann jedoch fachkundige Personen damit beauftragen, eine in ihr Aufgabengebiet fallende Betriebsanweisung zu erstellen. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte können beratend eingebunden werden. Formale Anforderungen ergeben sich unter anderem aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Hiernach gelten für das Betriebsanweisung erstellen folgende Vorgaben:
Die Anweisung muss schriftlich oder digital vorliegen und für alle Beschäftigten zugänglich sein. Mündliche Unterweisungen können als Ergänzung dienen, die Schriftform aber nicht ersetzen.
  • Das Dokument muss klar, verständlich und ohne Fachjargon formuliert sein.
  • Eine Betriebsanweisung sollte nicht länger als zwei DIN-A4-Seiten sein.
  • Für jede Tätigkeit, jede Maschine und jeden Gefahrstoff ist eine arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogene Betriebsanweisung zu erstellen.
  • Es müssen alle erforderlichen Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln einschließlich Notfallmaßnahmen enthalten sein.
  • Wenn Sie eine Betriebsanweisung erstellen, müssen Sie Rechtsgrundlagen wie § 4 ArbSchG, § 12 BetrSichV, § 14 GefStoffV, § 12 BioStoffV und DGUV Vorschrift 1 beachten.
  • Empfohlen wird ein einheitliches Layout mit klarer Gliederung und Piktogrammen.
Sie können beim Betriebsanweisung erstellen eine Vorlage nutzen. Diese müssen Sie jedoch auf ihre konkreten betrieblichen Gegebenheiten zuschneiden. Die Anweisungen gelten zeitlich unbegrenzt. Sie sind aber regelmäßig zu prüfen und bei Änderungen von Arbeitsverfahren, Stoffen oder Vorschriften anzupassen oder zu ersetzen.

Die optimale Gestaltung der Betriebsanweisung

Beim Betriebsanweisung erstellen haben sich farbige Rahmen durchgesetzt, die auf den ersten Blick zeigen, welche Art von Information vermittelt wird. Blau kennzeichnet Gebote und macht deutlich, welche Handlungen verpflichtend sind. Gelb oder Orange weisen auf Gefahrstoffe, Rutschgefahr oder elektrische Risiken hin. Grün steht für persönliche Schutzausrüstungen und biologische Arbeitsstoffe, Rot für Instandhaltung und Reparatur. Diese Farbgebung sollten Sie beim Betriebsanweisung erstellen konsequent einsetzen, damit Ihre Mitarbeiter Gefahren unmissverständlich erkennen und Sicherheitsmaßnahmen zielgerichtet umsetzen können. Praktische Hinweise zum Thema Betriebsanweisung erstellen Der Aufbau von Betriebsanweisungen ist nicht zwingend vorgeschrieben. Die folgenden Gliederungspunkte können Ihnen aber eine gute Orientierung bieten:
1. Kopfteil mit Grundangaben Folgende Informationen sollten ganz oben in der Betriebsanleitung stehen:
  • fortlaufende Nummer oder vergleichbares Zuordnungsmerkmal
  • Datum der Erstellung bzw. Aktualisierung
  • zuständige Person bzw. Verfasser
  • konkreter Gültigkeitsbereich
2. Tätigkeit oder Arbeitsbereich
In diesem Abschnitt beschreiben Sie die genauen Betriebsbereiche, die betroffenen Tätigkeitsfelder sowie risikobehaftete Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und Arbeitsmaterialien. Sinnvoll ist es außerdem, beim Betriebsanweisung erstellen Adressaten zu benennen, die bestimmte Tätigkeiten ausführen dürfen, und gegebenenfalls erforderliche Qualifikationen festzulegen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die Gültigkeit der Betriebsanweisung auf explizite Arbeiten wie Instandhaltungs-, Wartungs- oder Reparaturaufgaben zu beschränken.
3. Gefahren für Menschen und Umwelt
Um die Bedeutung sicherheitsrelevanten Verhaltens zu veranschaulichen, müssen Sie beim Betriebsanweisung erstellen an dieser Stelle die wichtigsten Gesundheits- und Unfallgefahren nennen. Dabei ist es unter Umständen erforderlich, auch auf Risiken für die Umwelt und Sachwerte einzugehen.
4. Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen
Dieser Abschnitt ist Handlungsanleitungen vorbehalten, die Beschäftigte konkret umsetzen können. Dazu gehören Schutzmaßnahmen wie die Pflicht zum Tragen von Sicherheitsschuhen, aber auch Verhaltensregeln wie das Verbot von Manipulationen an Schutzeinrichtungen von Maschinen.
5. Verhalten bei Störungen
Störungen und die Versuche, diese zu beseitigen, gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle. Deshalb ist es unverzichtbar, beim Betriebsanweisung erstellen ein besonderes Augenmerk auf diesbezügliche Maßnahmen zu legen. Ist es nicht möglich, eine Störung im laufenden Betrieb zu beheben, muss die Anweisung einen Vermerk zum sicheren Stillsetzen des Arbeitsmittels enthalten.
6. Verhalten im Notfall
Ob Unfall, Brand oder Gefahrstoffaustritt: Exakte Anweisungen helfen, im Ernstfall das Richtige zu tun. Deshalb ist es wichtig, beim Betriebsanweisung erstellen auf folgende Sachverhalte einzugehen:
  • Verhalten bei Personenunfällen
  • Informationen zu Löschmitteln im Brandfall
  • Angaben zu ergänzender persönlicher Schutzausrüstung, die im Notfall erforderlich werden kann
7. Erste Hilfe
Gibt es in Ihrem Unternehmen bereits allgemeine Anweisungen und regelmäßige Unterweisungen zur Ersten Hilfe, müssen Sie beim Betriebsanweisung erstellen nur zusätzliche Verhaltensregeln aufführen. Anderenfalls sind folgende Informationen wichtig:
  • wie eine Unfallstelle gesichert wird
  • wie betriebliche Ersthelfer, Ärzte, Vorgesetzte oder externe Rettungskräfte zu informieren sind (jeweils mit Rufnummer)
  • wie und durch wen Verletzte zu bergen sind
8. Instandhaltung
Bei Bedarf können Sie diesbezügliche Vorgaben von Betriebsanleitungen durch eine Betriebsanweisung erweitern. Sind die Instandhaltungsmaßnahmen besonders komplex, sollten Sie hierzu eine eigene Betriebsanweisung erstellen.
9. Folgen der Nichtbeachtung
Ergänzend zum Punkt “Gefahren für Menschen und Umwelt” empfiehlt es sich, beim Betriebsanweisung erstellen, weiterführende Angaben zu möglichen Risiken zu machen. Halten Sie diese Anweisungen neutral, um keine Ängste zu schüren und das Arbeitsklima nicht nachteilig zu beeinträchtigen.
10. Fußzeile der Betriebsanweisung
An das Ende der Betriebsanweisung gehört die Unterschrift des Verantwortlichen. Sobald diese gesetzt ist, gilt die Anweisung als freigegeben. Möchten Sie eine einfache Betriebsanweisung erstellen, kann eine Vorlage ein guter Weg sein. Für sehr umfangreiche Anweisungen reicht es allerdings nicht immer aus, eine Musteranweisung anzupassen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, sich an einen Experten wie Alliance Security zu wenden.
Richten Sie Ihre Anfrage an uns
Nennen Sie uns Ihre persönlichen Daten, damit wir Sie umfassend beraten können.
Für welche Dienstleistungen interessieren Sie sich?
Top Experte 2025 Auszeichnung mit fünf Sternen und Text "Die wichtigen Experten im D/A/CH-Gebiet", "Erfolg Magazin".
Schreiben Sie uns
Unser Team hilft Ihnen
Besuchen Sie uns
Wir begrüßen Sie in unserem Büro
Rufen Sie uns an
Mo-Fr von 08:00 bis 16:00
© 2025 Alliance Security. Alle Rechte vorbehalten